Wir nehmen euch mit auf unsere 12-tägige Kanada Kreuzfahrt entlang der Ostküste Kanadas und der USA – mit Stopps in Montreal, Quebec City, Saguenay, Halifax, Corner Brook und dem krönenden Abschluss in New York City. An Bord der Norwegian Joy haben wir nicht nur traumhafte Landschaften, sondern auch spannende Städte und das Leben auf einem modernen Kreuzfahrtschiff erlebt. Hier teilen wir unsere Route, Highlights, Tipps und ehrliche Eindrücke – inklusive Empfehlungen für Ausflüge und Infos zur Einreise nach Kanada und in die USA. Dieser Beitrag ist also gleichzeitig eine Art Kanada Reiseführer, wenn ihr plant, den Osten Kanadas zu entdecken.

Einreise, Visa & Vorbereitung für die Kanada Kreuzfahrt

Da wir das erste mal offiziell Kanada als Land bereisen wollten, mussten wir uns die elektronische Reisegenehmigung (eTA) dafür beantragen. Diese kann man ganz einfach online selbst beantragen und der Prozess ist wirklich nicht sehr zeitaufwendig oder schwierig. Unter dieser offiziellen Adresse des Government of Canada könnt ihr loslegen:

Neben den privaten Angaben wie Name und Adresse aus dem Reisepass sind hier auch Angaben über den Beruf anzugeben und am Ende die typischen Fragen nach Krankheiten etc zu beantworten. Die Anmeldung kann entweder in Englisch oder Französisch vorgenommen werden. Zum Schluss ist noch eine Gebühr von 7 CAD zu bezahlen, was ca 5 € sind. Nach circa 5 Minuten hatten wir dann schon per Email unsere Einreisegenehmigung, die 5 Jahre gültig ist und elektronisch an euren Reisepass angehangen wird. Ob die kurze Bearbeitungszeit am deutschen Pass lag, wer weiß 🙂

 

Da wir am Ende der Kreuzfahrt noch in New York ankommen und dort 5 Tage verbringen, mussten wir zusätzlich auch noch die Einreisegenehmigung ESTA der USA uns einholen. Diese ist ebenfalls auf Englisch und kostet mittlerweile 21 USD pro Person, was knapp 20 € entspricht. (Stand 2025).

 

Unsere Route der Kanada Kreuzfahrt mit der Norwegian Joy

Unsere Reise startete per Selbstanreise am 11.09. von Frankfurt nach Montreal, wo wir eine Nacht verbrachten. Am nächsten Tag fuhren wir abends noch weiter nach Québec City, wo wir dann am 13.09. im Hafen an Bord der Norwegian Joy gegangen sind. Ab da besuchten wir mit dem Schiff die Städte Saguenay, Corner Brook (Neufundland), Sydney sowie Halifax (Neuschottland) und zum Schluss New York City (USA).

 

11.09. Montreal (A)

13.09. Québec City (B)

14.09. Saguenay (C)

16.09. Corner Brook (Neufundland) (D)

17.09. Sydney (Neuschottland) (E)

18.09. Halifax (Neuschottland) (F)

20.09. New York City (USA) (G)

Städte und Ausflüge im Detail

Stopp 1: Montreal – Anreise & erste Eindrücke auf der Kanada Kreuzfahrt

Wir sind gegen späten Nachmittag am Flughafen in Montreal angekommen. Scheinbar war hier kurz vorher Gepäck Chaos, denn überall standen Koffer und Kinderwagen herum. Die Einreise war recht schnell und voll elektronisch an Automaten möglich, indem man seinen Pass scannen und ein paar Fragen beantworten musste. Danach musste man mit seinem Zettel zu einem Beamten gehen und hat seinen Stempel bekommen. 

Im Anschluss wollten wir dann unser Auto abholen und standen erstmal gemütlich eine Stunde in der Warteschlange bei Dollar bzw. Hertz. Zu unserem weiteren Glück kam dann die Aussage, wir müssen noch 1-2 Stunden auf das Auto warten. So etwas haben wir bislang noch nie irgendwo erlebt, dass man trotz Reservierung so lange warten muss. Dies ging übrigens nicht nur uns so, sondern auch der Masse an wartenden Menschen dort. Die anderen Schalter der Autoanbieter waren nicht halb so voll.

Nachdem wir dann endlich unser Auto hatten, sind wir in die Stadt rein gefahren. Im Grunde braucht man für die Besichtigung der Stadt aber kein Auto und es ist eh schwierig einen Parkplatz zu finden. 

Obwohl Montreal die zweitgrößte Stadt Kanadas ist, hat uns die Stadt selbst leider nicht wirklich überzeugt und gefallen. Wir sind die Downtown zu Fuß abgelaufen. Sehr oft hat man immer wieder ein altes ursprüngliches Gebäude entdeckt, welches umbaut wurde mit modernen Häusern, oder die alten Häuser wurden einfach verbaut (Vieux Montreal). Ein richtiges Altstadt Feeling kommt da gar nicht auf. Als wir jetzt in Montreal waren, kam uns die Stadt auch recht schmutzig vor mit sehr vielen Baustellen, die bereits am Flughafen anfingen. In der Downtown darf man nicht zu viel erwarten, eine Altstadt wie man es sich vorstellt gibt es, wie gesagt, nicht. Auch das Hafen-Gelände (Vieux Port) bietet wenig Spektakuläres, neben dem Riesenrad für 30$ Eintritt p.P. & Zipline. 

Nachdem man sich recht schnell an den Wolkenkratzern und der doch sehr amerikanisch wirkenden Planstadt satt gesehen hat, kann man der Underground City (Reso) noch einen Besuch abstatten. In Montreal gibt es auf 33 km eine weltweit größte unterirdische Stadt mit Kiosken, Shops und Verwaltungsgebäuden. Diese ist vollklimatisiert und besonders in den Wintermonaten bei minus 25 Grad eine willkommene Alternative. Zusätzlich spart man sich hier unten auch die vielen Ampeln und Baustellen von oben.

Außerhalb der Stadt liegt noch der Berg Mont Royal (ital. Monte Real) mit 233m Höhe, welcher zugleich auch der Namensgeber der Stadt ist. Hier sind wir noch mit dem Auto hochgefahren, um die Aussicht auf die Stadt zu haben. Achtung, auch hier muss man fürs Parken eine Kleinigkeit bezahlen!

Montreal Aussichtspunkt auf Berg über die Stadt
Montreal Rathaus Kanada

 

Stopp 2: Quebec City – Altstadt-Charme & Wasserfall

Auf der 3 stündigen Autofahrt entlang des Sankt-Lorenz-Stromes nach Quebec City konnte man schon feststellen, wie ländlich Kanada doch ist. Außer vereinzelten Häusern und Wald war eigentlich wenig zu sehen. 

Quebec City selber kann dafür aber mit seinen schönen Gebäuden und der Altstadt, die fast vollständig erhalten aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist, deutlich mehr überzeugen. Dadurch gilt sie als europäischste Stadt Nordamerikas. Wer Quebec besucht, findet hier im Prinzip alles, was ein Kanada Reiseführer als Must-See auflistet: Die Stadt wird dabei unterteilt in die Oberstadt (Hauteville) auf einem Felsmassiv und den Kirchen, Regierungsgebäuden und Villen sowie der Unterstadt (Basseville) mit engen Gassen, wo der Hafen das Leben prägte. 

Etwas schwieriger war es anfangs einen Parkplatz in der Oberstadt zu finden, wo man auch länger als eine Stunde stehen darf . Besichtigungen der Stadt sind daher am besten zu Fuß zu erledigen. Die Oberstadt wird dabei von einer Stadtmauer umgeben, innerhalb welcher man auch die alten Stadttore sehen kann. Das auffälligste Gebäude und auch von Weitem sichtbar ist dabei das Château Frontenac von 1893, damals ein Governeurspalast, heute ein Luxushotel. Direkt darunter schließen sich die hölzernen 500m langen Aussichtsterassen Dufferin an sowie die am Südende stehende Citadelle de Québec. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick aus das Wasser und die Stadt. Rundherum wird im Parc de l`Artillerie das Verteidigungssystem von Quebec City demonstriert: eine Menge Kanonen von 1830 stehen bereit. In die Unterstadt oder umgekehrt geht es zum Beispiel mit der Funiculaire (Standseilbahn) oder eben zu Fuß auf der gewundenen Côte de la Montagne.

Wir haben zudem vorher noch einen Abstecher zum Montmorency Fall gemacht, der etwas außerhalb von Quebec City liegt. Hier stürzt das Wasser 83m über die Abbruchkante hinunter. Das ist höher als bei den Niagara Fällen! Perfekt, um die beste Reisezeit von Ostkanada zu nutzen und beeindruckende Fotos zu machen.

Entweder läuft man die Treppen hinauf oder nimmt die Seilbahn für ca. 15 $. Über eine Hängebrücke kann man dann über den Wasserfall rüber laufen. Wer schon viele Wasserfälle im Leben gesehen hat (so wie wir :-D), sollte hier jetzt kein übermäßiges Highlight erwarten. Aber für Zwischendurch war es schon sehenswert.

Schloss in Quebec City Kanada

Stopp 3: Saguenay – Fjord, Kirche & Bustour auf der Kanada Kreuzfahrt

Unser erster richtiger Stopp auf der Kanada Kreuzfahrt war dann die Einfahrt in den 100 km langen Saguenay-Fjord. Angelegt haben wir in der Stadt La Baie, hier ist eigentlich alles fußläufig erreichbar. Von dort hatten wir einen Ausflug vom Schiff gebucht, der uns die Highlights mit dem Bus von Saguenay zeigen sollte. Um ehrlich zu sein, ein wirkliches Highlight war die Tour jetzt nicht :-D, aber da man hier auch nicht ganz so viel machen kann, immerhin etwas. Wer länger hier bleibt, könnte möglicherweise Wanderungen machen oder mit dem Wasserflugzeug eine Tour vor Ort buchen. 

Die Bustour führte uns durch La Baie, vorbei an der roten Pyramide Ha! Ha!, die ein Denkmal für die große Flut darstellte sowie vorbei an einem Industriehafen und einer Kirche. Weiter ging es dann nach Chicoutimi, wo wir einen Stopp bei einer schönen Kirche machten. Hier wurde uns ein Haus gezeigt, was damals als einziges Haus die Überschwemmung überstanden hat. Heute steht es dort als Denkmal und Museum. „Lustig“ ist die Tatsache, dass dort aus der Haustür eine Art Wasserfontäne kommt, die die Überschwemmung symbolisieren soll. Der letzte Stopp war dann bei einer Papierfabrik bzw. Ruinen davon, bevor es wieder in Richtung Schiff ging. 

Kurzes Fazit: Vielleicht hätte man hier vor Ort am Hafen auch einen Ausflug selber buchen sollen, denn so richtig überzeugend war unser Schiffsausflug leider nicht. Na gut, es war eine Bus Tour, was will man da auch erwarten ;-).. 2-3 Std. mit dem Bus durch die Landschaft und Orte fahren und zwei kurze Fotostopps plus die Erzählungen vom Guide, bringen einem das Hinterland natürlich nicht sehr nah. Mit einem Ausflug vom Hafen, hätte man eine ähnliche Tour sicherlich auch noch etwas günstiger bekommen können.

Überschwemmungshaus in Saguenay
Schild im Hafen von Saguenay

 

Stopp 4: Corner Brook – Neufundlands Natur entdecken

Hier angekommen haben wir festgestellt, dass man eigentlich nicht wirklich viel ohne Auto oder Ausflug unternehmen kann. Mit ca. 20.000 Einwohnern ist die Stadt für Neufundland Verhältnisse eine große Stadt. Neben dem Denkmal für Captain Cook auf dem Crow Hill ist die Stadt weitgehend ohne interessante Attraktionen. Wir sind mit dem kostenlosen Shuttle vom Hafen zum Rathaus gebracht worden. Von dort sind wir den Corner Brook Stream Trail um einen kleinen See gelaufen und wieder zurück in die Stadt, inkl. einem Abstecher zum Corner Brook Sign. 

Zudem wurde uns noch der 20 minütige Three Bear Mountain Trail empfohlen, den wir aber aufgrund von mäßigen Wetterverhältnissen nicht mehr gewandert sind. Für 2 $ p.P. kann man auch noch mit dem Mill Whistler Road Train fahren. Hätte man mehr Zeit gehabt und würde länger auf Neufundland verweilen, könnte man überlegen sich ein Auto zu mieten und zum Beispiel den Gros Morne Nationalpark zu besuchen, welcher ein Highlight von Neufundland darstellt und zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Er bietet einzigartige geologische Formationen und erdgeschichtlich interessante Stätten.

Kurzes Fazit: Entweder man bucht sich frühzeitig ein Auto oder rechtzeitig einen Ausflug vom Schiff. Ausflüge mit lokalen Anbietern, welche sonst in allen anderen Häfen beim Verlassen des Schiffes auf uns einströmten, wird man hier leider keine finden. Ansonsten geht man für 2 Std. einfach kurz in die Stadt und nachher wieder aufs Schiff. So ein Tag auf dem nicht ganz so vollen Schiff ist auch super 🙂 

 

Corner Brook Schild in Kanada

 

Stopp 5: Sydney – Leider verpasst durch Sturm

Unser nächster Stopp hätte eigentlich Sydney in Neuschottland sein sollen, jedoch ist der Halt ausgefallen, da unser Schiff nicht anlegen konnte. Und ja die Stadt Sydney gibt es mehrfach auf der Welt und meint in diesem Fall nicht die schöne und weltbekannte Stadt in Australien ;-). Durch den Hurrikan Lee, der hoch bis in den Norden gezogen ist, mussten wir vor Sydney in einer geschützten Bucht ankern und sind dort die ganze Zeit im Kreis gefahren. 

Daher können wir an dieser Stelle auch gar nicht so viel über die Stadt berichten. Wir hätten jedenfalls einen Ausflug vom Schiff gehabt, wenn wir angelegt hätten. Auch hier sollte man sich im Vorfeld bei lokalen Anbietern im Internet umschauen, welche gute Touren angeboten hätten. Aufgrund der unsicheren Wetterverhältnisse sind wir uns auf Nummer sicher gegangen und haben den Schiffsausflug gewählt. Dieser wurde nach der Bekanntgabe des Nichteinlaufens natürlich ganz unkompliziert storniert. Glück gehabt ;-). 

Kurzes Fazit: Auf jeden Fall einen Ausflug buchen oder im Voraus im Internet sich selber einen buchen bei Get your Guide, lokalen Anbietern oder ähnlichem. Ansonsten kann man auch einfach nur die kleine Stadt besuchen und nach kurzer Zeit wieder aufs Schiff.

Stopp 6: Halifax – Sightseeing zu Fuß & Pubs

Die Hauptstadt von Neuschottland haben wir dann nach dem ungeplanten Seetag unserer Kanada Kreuzfahrt besucht. Das Wetter war wieder super und es schien die Sonne. So konnte die Stadt sich mit ihrem Panorama perfekt präsentieren. Hier kann man recht entspannt die Stadt in wenigen Stunden zu Fuß erkunden. Vom Anleger aus kann man direkt auf dem Holzpier am Wasser entlang schlendern. Ungefähr in der Mitte kommt man bei der Harbour Hopper Tour vorbei. 

Hier besteht die Möglichkeit mit einem Amphibienfahrzeug an Land und im Hafen rumzufahren – für schlappe 54 Canadische Dollar (ca. 40 €). Wir haben es nicht gemacht und sind zu Fuß weiter bis zur Querstraße Duke Street. Dort sind wir den Hügel hinauf und haben den alten Clocktower begutachtet. Direkt dahinter kann man zudem Tickets für die alte Zitadelle erwerben für ca. 8 CAD Eintritt. Im Anschluss ging es noch ein Stück weiter an der Zitadelle vorbei in den Viktoria Park. Diesen schönen und gepflegten Park kann man einmal durchqueren, eine kurze Rast einlegen und dann die Straße wieder runter Richtung Hafen laufen. 

Auf dem Weg liegen noch zwei Pubs, die zu empfehlen sind: Dirty Nelly und Old Triangle, in denen man entweder verschiedene Biersorten, Cider oder etwas zu Essen probieren kann. Wer vielleicht ein Auto gemietet hat oder eine Tour gebucht hat, für den ist vielleicht auch Peggys Cove interessant. Dieser Küstenabschnitt ist ca. 1 Std. von Halifax entfernt und eignet sich gut für Scenic Coastel Drives. Auf dem recht neuen Ausblicks Deck kann man die Wellen beobachten und den Peggys Cove Leuchtturm fotografieren.

Kurzes Fazit: Die Stadt an sich ist super gut zu Fuß zu erreichen. Wenn man mal keine Lust auf einen Ausflug hat und sich nur in der Stadt aufhalten möchte, ist es auf jeden Fall ausreichend. Ein Auto würde sich vielleicht lohnen, um etwas außerhalb zum Beispiel Peggys Cove zu besichtigen. Für die Bootsfreunde unter uns: Es gibt einen Motorbootsverleih mit einer großen Auswahl an Wasserfahrzeugen. Wir wären gerne bei dem tollen Wetter durch den Harbour und an der Küste entlanggefahren. Doch leider hatte die Marina bereits den Herbst eingeläutet. 

 

Viktoria Park in Halifax
Pubtour in Halifax

 

Finale: New York City – Das Highlight der Kreuzfahrt

Unser letzter Halt und auch irgendwie unser Highlight der Kanada Kreuzfahrt war der Abschlusshafen in New York City. Wir hatten eigentlich vor, das Anlegen nachts bzw. am Morgen mitzuverfolgen, da unsere Ankunft ursprünglich für 6-7 Uhr geplant war. Beim Ausblick am letzten Abend vom Balkon konnte in weiter Ferne bereits die Silhouette und die Skyline New Yorks ausgemacht werden. Doch leider verlief das letzte Stück dann doch schneller als gedacht, sodass wir bereits um halb vier angelegt haben. Trotz eines Weckers um 4 Uhr haben wir die Ankunft daher knapp verschlafen… :-/

Angelegt haben wir super gut zentral in Manhattan, was wohl nur einigen Kreuzfahrt Reedereien möglich ist. Womit das zusammenhängt, wissen wir allerdings nicht so genau. Daher sehr praktisch für uns, sind wir nach der Immigration erst einmal 3 Blocks aus dem Trubel von Taxifahrern weiter gelaufen und haben uns dann erst! ein Uber gerufen, da der Preisunterschied 30$ zur Direktabholung vor dem Terminal war. 

Bei unserem zweiten Besuch in New York haben wir jetzt ein 2 Sterne Hotel direkt in Manhattan für 4 Nächte gehabt. Das Hotel lag in Chelsea nur zwei Blocks vom Flat Iron entfern. Die Anbindung war wirklich super gut, wir hatten die Subway direkt vor der Tür und zum Times Square waren es 20-30 Minuten zu Fuß, nur die 7th Av. geradeaus.

Die vier Tage haben wir diesmal mit allen Sachen ausgekostet, welche wir bei unserer damaligen Reise nicht geschafft hatten. Und das war tatsächlich noch so einiges! Selbst die vier Tage waren sehr gut gefüllt. Wer noch mehr Tipps, Sehenswürdigkeiten und Insiderinfos für New York City sucht, kann hier alles in unserem New York Blog nachlesen.

Wir würden sogar noch ein drittes mal eines Tages nach New York kommen, weil wir immer noch Neues entdecken und die Stadt selber sich weiter wandelt und neue Attraktionen hinzukommen.

Die Norwegian Joy auf unserer Kanada Kreuzfahrt

Das Schiff war für uns noch komplett neu und auch die Reederei haben wir vorher noch nicht getestet. Daher hier mal ein paar Daten von dem Schiff:

Baujahr2017 Meyer Werft, DE
Renovierung2020
Länge333
Breite41
Anzahl an Decks16
Passagiere3852
Crewmitglieder1821
BordspracheEnglisch
Restaurants15
Pools3
BordwährungUS Dollar
Kreuzfahrtschiff Norwegian Encore Kanada

Die Reederei NCL – unsere Erfahrungen 

Für uns war es bislang die erste Reise mit der Reederei NCL (Norwegian Cruise Line). Da wir aber immer gerne mal neue Reedereien ausprobieren und vergleichen, wollen wir hier einmal mitteilen, was uns für gute und weniger gute Unterschiede aufgefallen sind, im Vergleich zu den bisherigen Anbietern, mit denen wir unterwegs waren:

ThemenPositivNegativ
UnterhaltungGroßes Unterhaltungsprogramm den ganzen Tag
Zwei große Shows (Musicals) an Board mit Artisten, Sängern, Zauberern und Tänzern
EssenEssen war ausnahmslos immer lecker und sehr gut!
Wir hatten zwei Spezialitätenrestaurants, das Buffet sowie die Diningräume am Abend getestet.
Sehr viel Auswahl an Essen
GetränkeAn jeder Bar konnte man sehr flexibel alle Drinks bestellen
Sehr große Getränkeauswahl an den Bars
Ohne Getränkepaket ist der Alkohol hier schon sehr teuer. Ein Vergleich: der Gin Tonic mit dem Bombay Saphir kostete 15$
Teilweise hatten wir so ein bisschen das Gefühl, die Preise wurden hier gewürfelt 😀
Neue AngeboteVerlockende Angebote und Discounts für weitere Kreuzfahrten, die man an Bord buchen kann, sind hier auch für Europäer nutzbar
Attraktionen auf dem SchiffSchiff hatte eine schöne Aufteilung vom Außendeck (Pool, Liegen, und Musik)
Es gibt einen Bereich Adults only für mehr Ruhe
Es gab einige nette Attraktionen an Board, wie eine Kartbahn, zwei Rutschen, Lasertag, Minigolf und einen Arcade Room mit Spielautomaten
AusflügeSchade war einfach, das die Ausflüge alle bereits ausgebucht waren, als wir aufs Schiff kamen, das kennen wir so eigentlich nicht
Die mobile App hat auch nicht so wirklich bei uns zuhause funktioniert, lieber auf der Internetseite buchen.
KabinenStandard Bauweise der typischen Kabinen
Es gab einen Schalter für das Reinigungspersonal mit "Stören, nicht stören und at home", mit Sichtanzeige im Gang"
Einrichtung und Farbe waren für uns etwas zu dunkel gehalten. Viel braun und dunkles Holz
SpaSehr teuer, muss man dazu buchen für teilweise 99$
Der Raum war auch recht klein, zumindest die Sauna und das Dampfbad
TrinkgeldAchtung hier muss man wirklich aufpassen!
Pro Tag und Person werden an Bord immer automatisch 20$ pro Person (!) abgebucht als Service Charge
Das finden wir dann doch recht viel für zwei Personen (40$ * 7 Tage = 280$)
Kann aber am letzten Tag an der Rezeption reklamiert und verringert werden
SportkurseMuss man zu 90% dazu zahlen, kostenlos sind wohl nur ca. 2 Kurse morgens gewesen, Fitnessstudio kostenlos, nicht sonderlich groß, aber ausreichend
GewinnspieleWie zum Beispiel Bingo, was es immer gibt, waren hier schon echt teuer. Das günstigste Bingo Paket kostete 60$, das teuerste 100$)

Fazit zum Schiff

Wir finden, die positiven Aspekte können mehr überzeugen als die negativen, da wir von den negativen Aspekten eigentlich recht schnell absehen können. Da Bingo uns zu teuer war, haben wir eben nicht mitgemacht, was jetzt auch nicht schlimm war. Das Thema Sport und Spa tangiert uns auch eher weniger auf Kreuzfahrten. 

Für uns ist die Unterhaltung an Bord sehr wichtig, schließlich wollen wir was erleben, in Pubs und Bars gehen sowie Shows sehen. Außerdem sollte das Schiff selber ein paar Attraktionen bieten und etwas größer sein. Wir mögen eben gerne auf großen und modernen Schiffen unterwegs sein, wo abends in den Bars, Pubs und Diskos noch was los ist. Und das ist auf den amerikanischen Reedereien eigentlich immer der Fall. 

Trotz allem, konnte NCL bislang nicht Royal Caribbean vom ersten Platz verdrängen bei uns ;-). Es bleibt abzuwarten, ob es vielleicht die zweite Kreuzfahrt mit NCL schaffen wird. 

Letztendlich muss aber jeder für sich selber entscheiden, was ihm an einer Kreuzfahrt besonders wichtig ist, daher werden die Urteile wohl sehr verschieden ausfallen. Die einen würden vielleicht eher sagen „ich möchte auf kein „Party Schiff“, sondern brauche meine Ruhe“ und entscheiden sich für einen anderen Anbieter, die anderen gehen eben gerne auf ein Schiff, wo viel Unterhaltung geboten wird.

Fazit: Lohnt sich eine Kanada Kreuzfahrt in den Osten?

Unsere Reise mit der Norwegian Joy war abwechslungsreich, komfortabel und bot spannende Eindrücke aus dem Osten Kanadas – auch wenn nicht jeder Hafen unser Highlight war. Besonders überzeugt haben uns Quebec City und natürlich der Abschluss in New York.

Wer Natur, Städte und Kreuzfahrtatmosphäre kombinieren will, ist bei dieser Kanada Kreuzfahrt genau richtig.

 

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